Berndorf

Berndorf

1843 gründeten Alexander von Schoeller und Alfred Krupp gemeinsam eine Metallwarenfabrik in Berndorf/Niederösterreich. Anfangs auf Edelstahlbestecke spezialisiert, ging man bald dazu über, Bestecke aus neuen, robusten Materialien anzufertigen. Alpacca, eine besonders harte und gut zu glättende Kupfer-Nickel-Zink-Legierung, und die Entwicklung der Löffelwalze ermöglichten erstmals die Massenproduktion von hochwertigen Bestecken. Durch die moderaten Verkaufspreise fanden die Produkte schnell, auch weit über die Grenzen der Habsburgermonarchie hinweg, hervorragenden Absatz.

1897, nachdem ein spezielles Manöverservice für den Kaiserhof besonderen Anklang gefunden hatte, wurde Berndorf mit dem Titel eines K.-K.-Hoflieferanten geadelt. Damit wurden die Berndorf-Produkte, deren Qualität bis heute durch einen eingravierten Bären garantiert ist, vollends zum Megaseller. Hotellerie- und Gastronomiebetriebe aus der gesamten österreichisch-ungarischen Monarchie statteten ihre Häuser mit Besteck und Geschirr aus Berndorf aus. Auch internationale Schifffahrts- und Bahnlinien griffen zu den robusten Tafelgeräten aus Niederösterreich.

Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitete Berndorf gerne mit namhaften Künstlern zusammen. Mitglieder der bekannten Wiener Werkstätten, darunter Otto Prutscher, Philipp Häusler, Guido Heigl, Alfred Sachs oder Michael Powolny, trugen mit ihren zeitgemäßen, mitunter auch gewagten Entwürfen zur Entwicklung neuer Bestecklinien bei.

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